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Im Ballon über Cottbus und der Lausitz

Technik

Ballone bewegen sich im Gegensatz zu allen anderen Luftfahrzeugen nach dem Prinzip “leichter als Luft”. Die Umgebungsluft eines Ballons hat eine höhere Dichte als das Gas in der Hülle. Dieses Gas ist entweder Helium oder Wasserstoff (beim Gasballon) oder erwärmte Luft (beim Heißluftballon). Eine weitere (sehr teure und entsprechend seltene) Variante ist die nach ihrem Erfinder benannte Rozière - sie ist eine Kombination aus beiden vorgenannten Ballonen. Archimedes (Begründer des Auftriebsprinzips): „Gase, die leichter als Luft sind, haben gegenüber der sie umgebenden Luft einen Auftrieb, der gleich dem Gewicht der verdrängten Luftmasse ist."
Wir verdrängen mit unserer gefüllten Hülle eine bestimmte Luftmasse. Wird von der verdrängten Luftmasse nun das Gewicht des Füllgases (Heißluft bzw. Gas) abgezogen, bleibt die Auftriebskraft übrig... Nun noch das Komplettgewicht (Personen und Ballon mit aller Ausrüstung) berücksichtigen. Was dann (außentemperaturabhängig) übrig bleibt, ist der effektiv nutzbare Auftrieb. Wenn dieser ausreichend groß ist, fahren (!) wir. Also gut, zuerst einmal heben wir ab. Dann bewegt uns der Wind und wir fahren mit ihm (gleiche Richtung, gleiche Geschwindigkeit - deshalb haben wir keinen Fahrtwind im Ballonkorb) nach... nun ja, nach irgendwo. Dorthin, wohin der Wind uns treibt. Da sich die Luftbewegung höhenabhängig meist ändert, kann der Pilot durch das Fahren in unterschiedlichen Höhen die Richtung bedingt beeinflussen.

Die Hülle besteht aus mit Polyurethan beschichtetem, hochfestem Nylon, der untere (brennernahe) Bereich besteht aus Nomex, einem schwer entflammbaren Baumwollstoff.Horizontale und vertikale Lastbänder teilen die Hülle in hunderte Einzelfelder auf und übernehmen die mechanischen Kräfte. Die Verbindung zum Korb wird über Lastseile aus Edelstahl realisiert.Der handgefertigte Korb besteht aus einem Geflecht aus Weide und Manila-Hanf.Grundgerüst ist ein durchgehender Edelstahlrahmen mit einem stabilen Korbboden.Die von der Hülle ausgehenden Lastseile verlaufen in der Regel an den Brennerstützen entlang zum Korb und weiter diagonal unter diesem hindurch. Dadurch wird eine kraftschlüssige Verbindung aller Teile gewährleistet.Der Brenner arbeitet mit handelsüblichem Propangas. Für die außerordentliche Leistungsfähigkeit dieser Brenner sprechen die Länge der erzielten Flamme (ca. 5m) und die erreichte Temperatur (ca. 1200°C). Die in der Ballonhülle befindliche Luft wird im Durchschnitt auf 90-100°C erwärmt.Die Ballonhüllen sind für Temperaturen bis zu ca. 125°C ausgelegt.Hier liegt also der wahre Kern der Bezeichnung Heißluftballon.Natürlich muss das Gas in entsprechenden Behältern mitgeführt werden. Dies sind für gewöhnlich Edelstahl-Gaszylinder, die sicher im Ballonkorb befestigt werden.Zudem führt der Ballonpilot noch eine Reihe von Geräten mit sich, u.a. Funkgerät, Höhenmesser, Variometer (zeigt Steig- bzw. Sinkgeschwindigkeit an), Thermometer, bei Bedarf Transponder und GPS und/oder Kompass. Weiterhin mit dabei: Bord- und Pilotendokumentation, Versicherungsunterlagen, Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Set usw.